Wie ich mich in der Krise täglich neu erfinde!

Eines sei vorweg gesagt: Ich diesem Text geht es nicht um schwarz oder weiß. Es geht auch nicht um Fakten oder Forderungen.

Nein! Ich möchte mit euch über innere Freiheit reden – und über Vertrauen. Über Selbstfindung und den positiven Strom der Wandlung.

Wenn ich so zurückdenke an letztes Jahr März muss ich schon ein wenig schmunzeln. Schmunzeln zum einen, weil ich gedacht habe: In der Welt hat mal kurz jemand auf den Reset-Knopf gedrückt und in ein paar Wochen ist alles wieder gut. Und wenn alles wieder gut ist, dann sind wir klüger, gesünder und die Natur heiler! Ich muss wieder schmunzeln.

Und ich habe gedacht: Wenn ich einfach nur zu Hause bleibe – was mir damals schon nicht schwer fiel – dann kann ich in diesen Wochen ja perfekt und in Ruhe meine ToDo Liste abarbeiten. Und da so ein Virus ja höhere Gewalt ist, ist es ja vollkommen logisch, dass ich dafür vom Staat oder von wem auch immer entschädigt werde. Ich kann ja nichts dafür.

Gut, es lief alles nicht ganz so – aber immerhin konnte ich recht schnell wieder arbeiten. Und ich war dankbar, in der Zwischenzeit ein paar neue Ideen entwickelt zu haben, für die ich sonst ganz sicher keine Zeit gehabt hätte.

Tja. Und dann kam Lockdown Nummer 2. Ich wusste mittlerweile, dass die staatlichen Hilfen für mich als Soloselbstständige nur bedingt gelten. Aber ich wusste auch, dass meine Schublade mit Ideen gut gefüllt war. Nur, wie lange würde es jetzt gehen? Reichen meine Ideen aus?

Das Ganze ist jetzt 3 Monate her. Und wenn ich zurück denke, muss ich schon wieder schmunzeln. Denn jetzt wurde es erst richtig spannend. Ich weiß nicht, wie oft ich mich in den letzten Monaten neu erfunden habe. Ich habe Konzepte entwickelt, mich ins kalte Wasser geworfen und ich habe wieder Konzepte entwickelt und mich wieder ins kalte Wasser geworfen. Und wisst ihr was? Es hat richtig Spaß gemacht. Und ihr habt alles angenommen, was ich entwickelt habe. Dafür ein riesen Danke!

Gut, es hat mich die ein oder andere schlaflose Nacht gekostet – aber die haben wir sowieso ständig mit unseren Kaninchen. Aber: Ich habe mich auch schon lange nicht mehr so frei gefühlt wie in den letzten Monaten. Corona hat mir ein weißes Blatt geliefert und ich hatte plötzlich alle Möglichkeiten, dieses Blatt mit meinen Farben zu füllen. Ich habe mich zu keiner Zeit eingesperrt gefühlt. Ich habe das Gefühl, Neues zu erschaffen und zu manifestieren unendlich genossen. All das nehme ich mit und all das kann mir niemand mehr nehmen.

Und: Ich habe gelernt zu vertrauen – auf meine eigene Kraft aber auch auf das Leben. Darauf, dass mir zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Ideen kommen, die richtigen Menschen begegnen und sich die richtigen technischen Lösungen offenbaren.

Ich hatte zudem die wunderbare Chance, mich alten Themen zu stellen: der Angst, Entscheidungen zu treffen, der Angst, auch mal unperfekt zu sein – vor allem dann, wenn mir die Lockdown bedingten Speckröllchen aus dem enggeworden Bund meiner Yogahose entgegen lachten, als ich mein wöchentliches Video geschnitten habe. Ich habe gelernt, die Kontrolle abzugeben und und mich manchmal auch den äußeren Umständen fügen zu müssen. Nein, nicht alles liegt in meiner Verantwortung – auch nicht der letzte Woche ausgefallene Mast eines Mobilfunkanbieters, der den Start meines Webinar um geschlagene 1,5 Stunden nach hinten katapultierte.

Ich muss aber auch sagen, dass ich mich manchmal ganz still und leise nach einem Stück Normalität (zurück)sehne. Nach meinen täglichen Yogaklassen zum Beispiel. Nach dem dem persönlichen Kontakt mit euch Menschen, den Gesprächen nach den Stunden. Aber ich bin ganz sicher, dass es diese schöne, vertraute Normalität wieder geben wird. Und vielleicht wissen wir sie dann alle ein bisschen mehr zu schätzen. Ich auf jeden Fall.

Macht es euch schön und haltet durch!

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