Und manchmal muss man einfach vertrauen …
Ende November wurde bei mir ein doppelter Bandscheibenvorfall an der Halswirbelsäule diagnostiziert.
Über Nacht waren die Schmerzen so stark, dass mir permanent übel wurde. Mein linker Arm war so schwach, dass ich kaum ein Wasserglas halten konnte – geschweige denn, ihn anheben.
Ich hatte Angst.
Angst, dass die Schmerzen nicht aufhören.
Dass mir niemand helfen kann.
Dass ich meine Tiere nicht mehr versorgen und nicht mehr als Yogalehrerin arbeiten kann.
Es war eine ganz tiefe, existenzielle Angst.
Und ich habe gespürt, dass es nur einen einzigen Weg aus ihr heraus gibt: Vertrauen.
Bis zu dem Moment, als ich mit der Radiologin vor dem MRT saß, hat mein Kopf versucht, alles zu kontrollieren. Die Risiken einer möglichen OP.
Die Ungewissheit, ob ich meinen Arm jemals wieder richtig bewegen kann. Die Dauer der Heilung.
Als der Neurochirurg einen Tag später meine Operation für die darauffolgende Woche terminiert hat, wurde ich plötzlich ganz ruhig innerlich.
Ich habe gespürt: Ich konnte diese Situation nicht mehr mit meinem Kopf lösen. Ich konnte nur vertrauen. Und das, was sich vorher eng und bedrohlich angefühlt hatte, wurde plötzlich weit.
Kennst du dieses Gefühl?
Es ist wie Beten.
Die tiefe Gewissheit: Bis hierhin habe ich alles getan, was mir möglich war.
Jetzt gebe ich ab.
Techniken zur Selbstregulation, energetische Arbeit, positives Denken – all das kenne und lehre ich.
Aber Vertrauen …
das wirkliche Abgeben …
das habe ich selten in dieser Tiefe erfahren dürfen.
P.S. Auf dem Bild sehr ihr mein Pony Jimbo und mich heute, 5 Wochen nach meiner erfolgreichen Bandscheiben OP an der HWS. Seit gestern kann ich meinen linken Arm wieder anheben und ich könnte glücklicher und dankbarer nicht sein!