Erschöpfung

Vielleicht bist du nicht erschöpft vom Leben, sondern davon, ständig gegen dich selbst zu leben?

Ich weiß, wie sich das anfühlt. Denn mir ging es viele Jahre genauso. In meinen 20ern lief eigentlich alles super. Ich habe mein Traum-Studium abgeschlossen, hatte einen Job, Freunde, Erfolg im Sport und einen durchtrainierten Körper.

Und trotzdem war ich oft erschöpft.

Ich war so sehr damit beschäftigt, mich zu optimieren – dass ich vergessen hatte, wer ich wirklich bin und was ich brauche.

Ich hatte damals oft das Gefühl, wie unter einer Glasglocke zu leben. Ich konnte das Schöne in meinem Leben nicht richtig fühlen, obwohl so viel Schönes da war. Stattdessen habe ich immer wieder etwas gebraucht, um mich gut zu fühlen. Einen Erfolg, Bestätigung, ein neues Ziel. Es war, als würde ich mir immer wieder Bonbons rauspicken, die mir gut tun – aber es war kein dauerhaft, wirklich sättigendes Gefühl.

Heute bin ich 47 und mein Leben ist komplett anders.

Der ganz normale Alltag ist das, was mich glücklich macht. Kaffee im Garten, Zeit mit meinen Tieren, mich in der Natur zu bewegen, Yoga, die Gespräche mit meinen Kunden, das gemeinsame Abendessen mit meinem Mann, wenn ich abends vom Yoga nach Hause komme…

Ich habe keine Glasglocke mehr und fühle.

Und ja, ich fühle auch die schwierigen Dinge, die es in meinem Leben mit so vielen Tieren zu Genüge gibt. Aber ich fühle eben auch das Schöne viel intensiver.

Was ich damit sagen möchte:

Erschöpfung ist nicht immer das Ergebnis von zu viel Arbeit. Manchmal ist sie das Ergebnis davon, dass wir zu wenig fühlen.

Wir drücken Gefühle weg.
Wir funktionieren.
Wir machen weiter.

Doch ungefühlte und unverarbeitete Emotionen verschwinden nicht einfach. Sie können sich in unserem Körper zeigen – als Anspannung, innere Unruhe oder Erschöpfung.

Unser Nervensystem bekommt keine echte Gelegenheit, loszulassen. Deshalb brauchen wir nicht immer noch mehr Disziplin, Optimierung oder Leistung, sondern: Innehalten, fühlen und wieder wahrnehmen, was wirklich in und mit uns passiert – und das lässt sich wunderbar über unseren eigenen Körper trainieren.

Wenn du raus aus dem Kopf und wieder mehr ins Fühlen kommen möchtest, komm doch einfach mal zu einer meiner Yogastunden per Livestream dazu.

In meinem Unterricht für sanftes, somatisches Yoga lade ich dich ein, wieder bei dir selbst anzukommen. Viele meiner Teilnehmer erleben, dass sie durch meine Yoga-Praxis nicht nur auf der Yogamatte mehr Ruhe finden, sondern auch im Alltag klarer spüren, was ihnen wirklich gut tut.

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